Führungskräfteentwicklung bei der
Adolf Würth GmbH & Co. KG

Von Markus Bankl, Senior-Berater und Projektleiter

  1. Was war die Ausgangslage von Würth zu Beginn des Projekts?
    Die Adolf Würth GmbH & Co. KG ist das Mutterunternehmen der global tätigen Würth-Gruppe. In ihrem Kerngeschäft, dem Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial, ist der Konzern Weltmarktführer. Die Würth-Gruppe besteht aktuell aus über 400 Gesellschaften in mehr als 80 Ländern und beschäftigt über 71.000 Mitarbeiter.

    Um die Sicherung einer hohen Führungsqualität bei Würth zu erreichen, soll ein einheitliches Verständnis von Führung gewährleistet und vor allem aufstrebenden Führungskräften das nötige Handwerkszeug erlebnisorientiert vermittelt werden. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2012 ein Führungskräfteentwicklungsprogramm für Gruppenleiter etabliert. Rosenberger+Partner unterstützt Würth eng bei der Konzeption und Begleitung des Programms, dessen Durchführung bis heute mit mehreren Führungsgruppen pro Jahr zum festen Bestandteil der Führungskräfteentwicklung bei Würth gehört.
     

  2. Welche Ziele wurden mit dem Projekt verfolgt?
    Das Programm zielt in erster Linie darauf ab, Führungspotenziale bei Nachwuchskräften systematisch zu identifizieren und die Führungskräfte unternehmensspezifisch zu qualifizieren. Besonders wichtig ist dabei stets die Verzahnung von Kompetenzen und Verantwortlichkeiten der Führungskräfte mit den Würth-Unternehmenszielen. Langfristig sollen damit auch die Qualität des mittleren Managements und die entsprechende Nachfolgeplanung sichergestellt werden. Zusätzlich legt Würth ein besonderes Augenmerk auf die Steigerung seiner Attraktivität als Arbeitgeber für junge Top-Talente...
     

  3. Wie ist Rosenberger+Partner vorgegangen und welche Leistungen wurden/werden erbracht?
    Im Rahmen einer Konzeptionsphase wurden die Ziele, die Inhalte sowie die Rahmenbedingungen für das Führungskräfteprogramm gemeinsam mit den Verantwortlichen von Würth festgelegt. Dabei wurde auch ein maßgeschneidertes Führungskräfte-Kompetenzmodell erstellt, das bis heute den Rahmen für die Entwicklung der Führungskompetenzen der Teilnehmer darstellt.

    Die praktische Entwicklungsphase der Teilnehmer findet in drei dreitägigen Modulen statt und erstreckt sich über einen Zeitraum von ca. 12 Monaten:
    – Modul 1: IntraPreneur – „Sich selbst führen“
    – Modul 2: InterPreneur – „Andere führen“
    – Modul 3: EntrePreneur – „Das Geschäft führen“

    Mit den drei Modulen vermittelt Rosenberger+Partner den Teilnehmern situative, zielgerichtete, konsequente und erfolgreiche Führung, die zugleich zur Würth-Strategie und zur Würth-Führungskultur passt.

    Um auch zwischen den Modulen den Entwicklungsprozess der Teilnehmer zu unterstützen, werden die drei Module durch mehrere begleitende Maßnahmen ergänzt:
    – Unternehmensprojekt mit wechselnder Führungsverantwortung und regelmäßigen Präsentationen
    – Individuelle Feedbackgespräche mit Kandidaten und deren Vorgesetzten
    – Peergroup-Aufgaben zur Vor- und Nachbereitung der Module
    – Patenschaften für den Außendienst
    – Persönliche Erfahrungsdokumentation im „Führungslogbuch“
    – Mentoring durch erfahrene Führungskräfte 
     

  4. Was ist der Nutzen, der sich für Würth aus diesem Projekt ergeben hat?
    Mit Stand heute war und ist die Etablierung des Führungskräfteentwicklungsprogramms eine Bereicherung für das gesamte Unternehmen. Das erfahren wir auch aus vielen Feedbacks von Teilnehmern und erfahrenen Führungskräften. Die vorgegebenen Ziele, wie zum Beispiel die Sicherstellung der Besetzung von Führungspositionen, die gezielte Erhöhung der Führungsqualität sowie die Bindung von Potenzialträgern, wurden zur Zufriedenheit der Personalentwicklung erreicht. Darüber hinaus findet bei Würth auch ein neuer Führungsdialog über alle Führungspositionen hinweg statt. Durch die Etablierung des Programms hat Würth es geschafft, Führung (wieder) zu einem der wichtigsten Themen im Unternehmen zu machen. Außerdem ist es gelungen, das generationsübergreifende Verständnis von Führung und eine Entwicklung der vorhandenen Führungskultur in Richtung vorausschauender Führung in Gang zu bringen.